Im zweiten Teil des Tages gingen wir zum Mittagessen in eine ökologische Buschenschank. Dort hatten wir Gelegenheit, nicht nur leckere Speisen zu probieren, sondern auch mit den Interviews fortzufahren. Wir sprachen mit Herrn Otto Knaus, dem Inhaber des Restaurants und Frau Dvoršak, einer slowenischen Kellnerin im Restaurant. Herr Knaus stellte seine Projekte für den ökologischen Landbau in der Region vor, die er für österreichische und slowenische Landwirte eingeführt hatte. Im Gegenzug sprach Frau Dvoršak als Studentin aus Slowenien über die wirtschaftlichen Gründe, aus denen sie entschied, in Österreich zu arbeiten.


10 PERSÖNLICHE LIEBLINGSPLÄTZE DES A-TEAMS



Vegane Brettljause und veganer Wein machen die Jause perfekt!

juyogi.com/de/2015/09/04/buschenschank-knaus-vegan-bio-traditionell/


Die ganze Woche berichtet über unseren Betrieb


Der ORF mit Gisi Hafner zu Gast bei der Bioweinverkostung

 

 

 


Bereits seit 1976 gab es mit Winzer Dorner aus Mureck den ersten steirischen Bioweinbaubetrieb. Erst mit dem EU-Beitritt Österreichs kam Bewegung und Entwicklung in diesen landwirtschaftlichen Bio-Bereich, in dem es zwanzig Jahre lang kaum Enticklungen gab. Heute werden bereits 450 Hektar, das sind über 10% der steirischen Weinanbauflächen, als Bioweinbaufläche von rund 40 Betrieben bewirtschaftet. Laut Otto Knaus sollen bereits in 15 bis 20 Jahren 50% des steirischen Weinbaus als Bioweinbaufläche bewirtschaftet werden.

 

Fotos der Bioweinverkostung von Steirische Spezialitäten

www.steirische-spezialitaeten.at/magazin/veranstaltungen/bioweinverkostung-suedsteiermark.html

 




Presseaussendung Tourismus Steiermark 2014

Wein im Wandel

Bio-Weine sind das große Thema, denn immer mehr Weinbauern bauen ihre Weine nach Biokriterien oder biodynamisch aus. Weinbauer Otto Knaus war hier einer der Pioniere, viele zogen nach, sodass eine erkleckliche Anzahl an Weinbauern nun bio produziert. Noch einige mehr bauen Wein zwar bio aus, lassen sich aber nicht zertifizieren.

Das Weingut Winkler-Hermaden im Thermenland Steiermark hat erstmals sein gesamtes Weinsortiment bio-zertifiziert auf den Markt gebracht. Und: Sauvignon blanc, Zweigelt und Traminer haben mit der Umstellung nur gewonnen. Der Gewinn ist so überzeugend, dass Georg Winkler-Hermaden den Wandel hin zum Bioweinproduzenten als „logischen Schritt nach vorne“ bezeichnet. „Unsere Söhne, Thomas ist Önologe und Kellermeister und Christof Student der Pflanzenwissenschaft, waren die treibenden Kräfte für dieses Thema, das aber auch mich schon immer begeistert hat.“ 2010 war die Zeit reif und

Winkler-Hermaden, mit seinen 40 ha Rebflächen einer der größten biologisch wirtschaftenden Weinbaubetriebe der Steiermark, setzten den Schritt um. Eine Herde Krainer Steinschafe leistet seither einen wichtigen Beitrag zur biologischen Arbeitsweise, liefert den für die Düngung so wichtigen Mist, der gemeinsam mit dem selbst hergestellten Kompost in den Weingärten verwendet wird. Natürliche Begrünung, mechanisches Unkrautjäten und der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln wie Schachtelhalmextrakten oder Orangen- und Fenchelöl gehören ebenso dazu.

 

Genuss mit neuen Dimensionen

Biowinzer, felsenfest entschlossene, gibt es in der Steiermark immer mehr. Und manche

sind es schon seit Jahren und Jahrzehnten. Wie Franz Strohmeier aus St. Stefan ob Stainz.

Oder Otto Knaus aus Sulztal an der Weinstraße. Denn unkonventionell ist beim Bioweinbau

nicht nur das Produkt, sondern auch das Know-how, das darin steckt. Auch in dieser

Hinsicht sind die Steirer offen, kreativ, kompetent. Wein ist im Wandel. Neben Bioweinen

blühen auch Naturweine, es werden histaminarme und resveratrolreiche Weine produziert.


Wein im Wandel

In der Steiermark sind Bio-Weine momentan das große Thema. Denn immer mehr Winzer bauen ihre Weine nach Biokriterien oder biodynamisch aus. Weinbauer Otto Knaus war hier einer der Pioniere. Der Mann, der seine Mails per Ökostrom versendet, vertraut seit Jahren auf die Kraft der Natur: „Wir sind seit 2001 ein Biobetrieb“, erklärt der Winzer. Pro Jahr produziert Knaus 15.000 Liter Wein, 5000 Liter Säfte und 150 Liter Schnaps. Der Verkauf findet zu 90 % ab Hof und auf zwei Biomärkten statt. Der Rest geht an Restaurants und Spezialläden. Die Produkte von Otto Knaus – der gemeinsam mit seiner Frau und Tochter auch einen Biobuschenschank betreibt – sind zu 100% vegan. Das bedeutet, sie werden nicht mit tierischem Eiweiß aus der Fisch- und Fleisch­industrie versetzt oder geschönt und enthalten damit auch keine Rückstände von tierischem

Eiweiß.

Dem Beispiel der „Bioniere“ haben inzwischen viele nachgeeifert. Vor zehn Jahren gab es in der Steiermark nur 26 Hektar Bioweinanbaufläche. Heute sind es über 300 Hektar.

2013 hat das Weingut Winkler-Hermaden im Thermenland Steiermark erstmals sein gesamtes Weinsortiment bio-zertifiziert auf den Markt gebracht. Sauvignon Blanc, Zweigelt und Traminer haben mit der Umstellung nur gewonnen. Der Gewinn ist so überzeugend, dass Georg und Margot Winkler-Hermaden den Wandel hin zum Bioweinproduzenten als „logischen Schritt nach vorne“ bezeichnen. „Unsere Söhne – Thomas ist Önologe und Kellermeister und Christof Student der Pflanzenwissenschaft – waren die treibenden Kräfte für dieses Thema, das aber auch uns schon immer begeistert hat.“ 2010 war die Zeit reif und das Gut Winkler-Hermaden, mit seinen 40 ha Rebflächen einer der größten biologisch wirtschaftenden Weinbaubetriebe der Steiermark, setzte den Schritt um. Eine Herde Krai­ner Steinschafe leistet seither einen wichtigen Beitrag zur biologischen Arbeitsweise, liefert den für die Düngung so wichtigen Mist, der gemeinsam mit dem selbst hergestellten Kompost in den Weingärten verwendet wird. Natürliche Begrünung, mechanisches Unkrautjäten und der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln wie Schachtelhalmextrakten oder Orangen- und Fenchelöl gehören ebenso dazu.

Franz Strohmeier aus St. Stefan ob Stainz setzt seit 2006 auf biologische ­Bewirtschaftung. „Der Hauptvorteil und Grund der Umstellung auf Bio war die Schaffung von Arbeitsbedingungen im Weingarten, die uns und unseren Mitarbeitern gut tun“, erklärt Strohmeier. Ein weiterer Vorteil, der sich mit der Zeit für den Winzer ergab, sind die ungeahnten Möglichkeiten im Weinausbau. Der Großteil seiner Weine wird exportiert: „Unsere Weine werden vor allem in Restaurants als Menübegleitung verwendet. Große Strahlwirkung für uns hat Dänemark, aber auch die anderen nordischen Märkte und die USA sind wichtig. Selbst in traditionsreichen Weinländern wie Frankreich oder Australien gibt es Sommeliers, die unsere Weine beziehen.“ Strohmeiers Weine haben aber auch in der Steiermark Fans: „Wir haben hier einige sehr treue Kunden, Weinfreunde und Restaurants, die wie Multiplikatoren mithelfen, unsere Weine auch in der Heimat zu verbreiten“, freut sich der Winzer.

 


©Graz Tourismus/Klug, Stmk Tourismus/Harry Schiffer


Veganes Angebot auf der südsteirischen Weinstrasse


Empfehlenswert in Plac einen Espresso zu genießen. Die Tour führt zum Schluss am Weingut Knaus vorbei. Es wäre ein großer Fehler dort nicht Rast zu machen. Großartige Jause, feine Weine, alles in bester biologischer Qualität. Mit Otto Knaus lässt es sich bestens zum Thema Bio-Weinbau philosophieren! biowein-knaus.at/

Die Tour ist auch zum Laufen, NW und MTB geeignet.








“Naturpark – Biowein – Qualität – Südsteiermark: Regionale Produkte und deren Bedeutung für Regionen”


Sonntag, 9. Februar 2014

Kochevent - Fleisch trifft auf vegan

 

Letztes Wochenende war ich in Graz beim Kochevent und Foodbloggertreffen "Fleisch trifft auf vegan", welches von Sabine Zettl auf die Beine gestellt wurde. Sobald ich von dieser Veranstaltung erfahren habe, wollte ich daran teilnehmen - das Thema fand ich einfach wahnsinnig spannend.

Schnell wurde ein Zugticket gebucht, die liebe G. hat mir Unterkunft gewährt *danke*, also stand der Reise nach Graz nichts mehr im Weg.

 

Das Kochevent fand in der Kochschule "Le Soleil" in Graz statt. Eine ganz wunderbare Location welche perfekt war für unseren Haufen Koch- und Essbegeisterter.

 

 

 


Klimaschutz in Leibnitz


Bioweinkost im Schilcherland


Ich dachte bis dato, viel über Weine zu wissen, aber was er uns erzählt über die Produktion von veganem Wein lässt mich nachfragen, überlegen und es verwundert mich.





 Biopionier Walter Scharler und Otto Knaus

 




Kl.Zeitung: Fest in Kirchbach war ein Riesenerfolg, über 1000 Menschen feierten das Erste Biofest in Kirchbach!





Wijnmaker Otto Knaus wint Zwitserse Bio-Award 2012

Bio-wijnmaker Otto Knaus uit Sulztal heeft de Zwitserse Bio-Award 2012 gewonnen. In de finale versloeg hij Dagmar Högler uit Grafendorf bij Stainz. "Ik vond het al een grote eer dat ik bij de laatste drie zat. En dat ik nu zelfs gewonnen heb, heeft me enorm verrast", reageert Otto verheugd. De Bio-Award 2012 is donderdagavond 28 juni uitgereikt. De winnaar ontving het 'Bio Ernte Steiermark' en een labelprinter met 50.000 labels.



Via het internet zijn ongeveer 6800 stemmen uitgebracht voor de drie finalisten. Uiteindelijk heeft de winnaar slechts 0,5 procent meer stemmen gekregen dan de nummer twee Dagmar Högler. De derde plaats ging naar Thomas Lanzer-Breitfuß uit Oberaich.

Bron: Kleine Zeitung

Publicatiedatum: 20-7-2012


CITYPARK News: Die Welt des Genusses




Ära von Otto Knaus endet

Otto Knaus legt seine Funktion zurück. Woche/Kure

Otto Knaus legt seine Funktion zurück. Woche/Kure

Nach vier Jahren als Bezirkssprecher der Grünen in Leibnitz schlägt der

Sulztaler Otto Knaus neue Wege ein. Der WOCHE gab er ein exklusives

Abschiedsinterview:

 

WOCHE: Welche Gründe bewegen Sie Ihr Amt nach vier Jahren niederzulegen?

Otto Knaus: Für mich waren diese vier Jahre eine schöne Zeit. Ich wurde in einer Wahl bestätigt, habe viele Menschen kennengelernt und viele Projekte für mich umgesetzt, die auch in der Umgebung wahrgenommen wurden. In der Aufzählung merkt man aber, dass auch viel Arbeit dahinter steckt. Es gibt natürliche Grenzen und wenn ich meine Arbeit nicht mehr zu 100 Prozent machen kann, dann gar nicht.

 

WOCHE: Welches Resumee ziehen Sie für sich selbst?

Otto Knaus: Ein sehr positives. Ich sehe, dass die Grünen in der Region sehr positiv wahrgenommen werden. Mein Anspruch war es für die Bevölkerung zu arbeiten. Das ist uns gelungen, wir haben viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet und parteiübergreifend ein kollegiales Miteinander geschaffen.

 

WOCHE: Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen besonders in Erinnerung bleiben wird?

Otto Knaus: Wenn ich an das Thema Buchkogel, Maiswurzelbohrer oder zum Beispiel den Schweinestall in Gralla denke, bin ich stolz darauf, dass wir immer Themen vorgegeben haben und nicht nur mitgeschwommen sind. Ich bin stolz, dass wir im Bezirk als Grüne wahrgenommen werden, nach außen gegangen sind und gesellschaftspolitische Politik gemacht haben.

 

WOCHE: Wer wird Ihnen nachfolgen?

Otto Knaus: Es ist jedem offen zu kandidieren. Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich das zutraut. Die Landesgrünen sind der Meinung, ich habe die Latte sehr hoch gelegt und es wird schwierig werden, jemanden zu finden, der mit einer solchen Intensität weiter macht, auch weil es ehrenamtlich ist. Aber das alles wird sich am 17. März zeigen, wenn mein Nachfolger gewählt wird.

 

WOCHE: Wohnin führt Ihr Weg?

Otto Knaus: Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mich politisch zur Ruhe setzen kann. Aber es gibt da noch andere Projekte. An erster Stelle steht natürlich meine Familie. Außerdem haben wir einen Biobuschenschank- und Weinbaubetrieb, ich bin nach wie vor Fachgruppenleiter von Bioweinbau in der Steiermark und begeisterter Schachspieler beim Verein Gamlitz, wo ich auch Funktionär bin.

 

WOCHE: Auf welche Herausforderungen steuert die Partei Ihrer Meinung nach auf den Bezirk heruntergebrochen zu?

Otto Knaus: Die Grünen haben großen Aufholbedarf an Strukturen in der Region. Eine Herausforderung wird es sein, dass die Grünen in der Region weiterwachsen und ein derartiges Umfeld schaffen, dass man gerne für die Partei arbeitet. Da möchte ich z.B. die grünen Gemeinderäte hervorheben – ich bin sehr froh, dass es sie gibt; wir pflegen auch ständigen Austausch.

 










Multikulti-Ball

Otto Knaus, der Erfinder des Multikulti-Weines, erhielt den Bio-Award 2012! Wir freuen uns mit ihm und...



















13.09.2010 21:20

Fischsterben im Schwarzaubach

 











Slovensko-avstrijski projekt Vino cool, von Darja Zemljic


Ein Pressegespräch mit der Krone über Biowein




Bioweingut Dorner,Muster und Knaus spenden dem Afro-Asiatischem Institut 1100€ für das Stipendienprogramm der Universität


Das Bioweingut Knaus in der Steiermark hat sich ganz auf den Genuss eingelassen.

Ein Bericht von Hannes Höller



Interview für eine Slowenische Bezirkszeitung Dezember 09


Ein Zeichen

 

Ist es etwas Auszeichnungswürdiges, wenn ein kleiner Betrieb von einer Öl- auf eine Hackschnitzelheizung umstellt oder einen Photovoltaikanlage installiert? Verdient man sich dadurch eine Ehrung vom Klimabündnis (siehe nebenstehender Bericht)? Darüber kann man diskutieren. Denn auch unzählige Privathaushalte haben in den vergangenen Jahren ihr Energiesystem auf erneuerbare Energien umgestellt. Ohne Ehrung.

 

Sie haben damit ein Zeichen gesetzt, dass ihnen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht egal sind. Und als Zeichen muss man auch die Ehrung der Klimabündnis-Betriebe sehen: Seht her, da gibt es Unternehmen, denen ist der Klimaschutz nicht egal. Wäre schön, wenn das auch bei allen heimischen Politikern so wäre. Ganz sicher bin ich mir da aber leider nicht.

 

Sie erreichen den Autor unter

 

thomas.wieser@kleinezeitung.at

Thomas Wieser


Es lebe der Wein(-Berg)!

Von Tierparadiesen, vergrabenen Kuhhörnern und Urlaub für Pflanzen

„Das Schönste ist, dass es in unseren Weingärten nur so wurrlt“, findet Otto Knaus, Bio-Winzer aus Sulztal. „Wurrln“, das beschreibt das emsige Treiben all der Tiere, die im hohen Gewächs zwischen den Reben ein Zuhause finden. Regenwürmer, Insekten, Vögel, für die Knaus eigene Nistplätze aufstellt und auch Hasen oder Rehe fühlen sich hier mehr als wohl.

Bei konventionell wirtschaftenden Betrieben hingegen gleicht der Boden untern den Rebstöcken nicht selten einem Golfrasen. „Mit chemischen Pflanzenschutzmitteln kommt man schwer zum Ziel“, weiß Knaus. Kaum ist ein Schädling unter Kontrolle, kommt schon der nächste und verlangt nach immer stärkeren Keulen.

Knaus hat seinen Betrieb vor sieben Jahren auf Bio-Wirtschaft umgestellt. Für all seine neun Rebsorten,von Sauvignon bis zum Grauburgunder,hat er optimale Standort gewählt, um die Pflanzen natürlich zu stärken. Auf moderne Sorten verzichtet er, weil diese viel zu anfällig sind. „Gespritzt werden“ darf – wie viele verwundert - trotzdem, allerdings nur Pflanzenstärkungsmittel wie Kräuterauszüge, Mineralen oder Algenextrakt und im Notfall geringe Mengen von Schwefel oder Kupfer.

 

Lebensart Dezember 2007


Überzeugte Grenzgänger

Klapotez

Während Bio bei vielen agrarischen Produkten boomt, stehen
die biologischen Winzer noch ein wenig im öffentlichen Schatten.

 

Gerade einmal 83 Hektar umfasst die Fläche der steirischen Bioweingärten.
Das sind angesichts einer Gesamtfläche von 4000 Hektar etwas mehr als zwei Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Anteil von biologisch bewirtschafteten
agrarischen Flächen in der Steiermark insgesamt immerhin bei elf Prozent. Doch auch das kleine Weinsegment hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.
Das mag angesichts der schmalen Ausgangsbasis nicht viel sein, bedenkt man allerdings, dass die Umstellungsphase im Schnitt drei Jahre dauert,
so ist auch diese Zahl nicht gering zu schätzen. Zweimal Steiermark
Letzte Woche haben die Biowinzer wieder ein deutliches Lebenszeichen
von sich gegeben. Zum einen hat sich die Gruppe „biowein steiermark“ in Graz
der Presse präsentiert, zum anderen kooperiert man nun auch verstärkt mit Gleichgesinnten in Slowenien, genauer gesagt aus der slowenischen Steiermark: „eko vino štajerska“ ist daher zum einen die wörtliche Übersetzung,
zum anderen auch ein starkes Zeichen für grenzüberschreitenden Weinbau. Nicht nur dass manche wie Dieter Dorner, ORF-Urgestein und wohl auch
Frontmann der Gruppe in Sachen öffentlicher Aufmerksamkeit, ihre Weinberge auf beiden Seiten der Grenze haben, sie sehen sich auch als Grenzgänger
hin zu einer wieder naturnäheren, das heißt auch bodenständigeren
Landwirtschaft. Denn, so Otto Knaus, Sprecher der Gruppe, „im Einklang mit der
Natur geht es immer am besten“. Natürlich bedeute Bioweinbau mehr Arbeitseinsatz, vor allem auch mehr händische Tätigkeiten,
und man müsse die Trauben immer bis zur Vollreife bringen,
aber dies sei eben „die ehrlichste Form des Weinmachens“.
Die Gruppe setzt deshalb auch auf alte, ursprüngliche – insbesondere
pilzwiderstandsfähige – Sorten, Biodiversität lässt auch hier grüßen. Besonders stolz ist man, dass die Erhaltung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ein
unbedingtes Muss in dieser Produktionsweise ist. Mit der Humusverbesserung
werde ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, aber auch Flora und Fauna reichlich erhalten. Für Herbert Kain, Obmann der Bioernte Austria- Landesgruppe Steiermark, sind diese Winzer „Künstler“, die jeweils
ihren eigenen, persönlichen Wein kreieren. Pflanzenschutz
Natürlich geht es auch im Bioweinbau nicht ohne Spritzmittel. Herbizide und die üblichen Handelsdünger sind verboten, gegen den Mehltau dürfen pro
Hektar im Jahr maximal drei Kilo Reinkupfer ausgebracht werden, wobei gerade hier der Verbrauch in den letzten Jahren stark rückläufig ist. Weiters werden
Schwefel, essigsaure Tonerde, Wasserglas, Tees und Kräuterauszüge
eingesetzt. Der Ertrag kann bis zu 4000 Liter pro Hektar betragen, im
Schnitt erreichen die Bioweinbauern rund die Hälfte des Ertrages
konventioneller Betriebe. Die schon angesprochene Pilzwiderstandsfähigkeit
wird unteranderem auch durch die Kreuzung europäischer und amerikanischer
Arten erreicht. Gentechnische Veränderungen sind selbstverständlich völlig tabu.
„Wir sind Grenzgänger, aber
wir werden uns mit der Zeit
durchsetzen“, ist Dieter Dorner
überzeugt.

 

Hans Putzer Neues Land Mai 2008


Steirischer Bio-Wein überwindet alle Grenzen

Vorstellung der Marke Biowein-Steiermark

Bio-Lebensmittel, die im Idealfall
von heimischen Bauern mittels naturnaher Anbaumethoden
erzeugt wurden, haben sich in den vergangenen Jahren im Lebensmittelhandel zu wahren
Rennern entwickelt.
Als beachtenswerter „Nachzügler“
beginnt jetzt auch Biowein die Herzen der Konsumenten zu erobern. Frühe Pioniere, wie Dieter Dorner, haben schon seit den späten siebziger Jahren den Weg gewiesen, um den natürlichen
Rebensaft wieder salonfähig
zu machen. Eine Degustation der aktuellen Produkte im Grazer Weinhaus „Der Gallier“ ließ keine
Zweifel daran, dass die neue Generation steirischer Bioweine nicht nur im besten Sinne des Wortes „naturrein“ ist, sondern auch geschmacklich ihren konventionellen
Pendants ohne Mühe das Wasser reichen kann.
Im Einklang mit der Natur. Das Credo der noch überschaubaren Schar von Biowinzern, die sich in der Gemeinschaft „biowein steiermark“
zusammengeschlossen haben,
lauten schlicht und einfach: „Im Einklang mit der Natur wirtschaften,
denn nur so werden die besten Ergebnisse erzielt“, wie Sprecher Otto Knaus aus Sulztal an der Weinstraße, der vor etwa zehn Jahren auf biologische Anbaumethoden
umgestiegen ist, hervorhebt. Die Erträge sind freilich
geringer und auch mühsame Handarbeit spielt eine größere Rolle als beim konventionellen Anbau. Außerdem ist auch ein kluges Köpfchen gefragt, denn anstelle von Chemiebomben wird den Schädlingen und Unkräutern mit ungiftigen Kräuterauszügen sowie gering konzentrierten Kupferlösungen
zu Leibe gerückt.
Mehr als 10 Hektar Rebfläche sind von einer Familie aufgrund des hohen Arbeitsaufwands ohnehin nicht zu bewirtschaften, denn die Zeitfenster für Kultivierung, Pflege
und Ernte sind eingeschränkt, erklärt Knaus: „Die Weintrauben werden nur vollreif gelesen, um einen harmonischen Wein zu erhalten. Es wird beim Gärprozess
kein Zucker zugesetzt und die Weine werden ausschließlich spontan vergoren.“ Außerdem sei es wichtig, dass „dem Wein genügend Zeit zur Reife vor der Flaschenfüllung gegeben wird“, ergänzt Biowinzer Sepp Muster aus Leutschach, der wie Dieter Dorner zu den Gründungsmitgliedern
der Gruppe „biowein steiermark“
gehört.
Tradition trifft auf Innovation. „Einklang mit der Natur“ schließt die Anwendung moderner Methoden
nicht aus, sondern „erhebt den Weinbau erst in den Rang einer
wahren Kunst“, würdigt BioErnte
Steiermark Obmann Herbert Kain den Einsatz der steirischen Weinbauern. Durch die Auspflanzung
von pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWIS) kann auf den Einsatz von Spritzmitteln gänzlich
verzichtet werden. Die neuen Rebsorten sind aus Kreuzungen von traditionellen Sorten mit resistenten amerikanischen Varianten
hervorgegangen. Auch auf dem Gebiet der Kellertechnik werden neue Erkenntnisse über ideale Gärzeitpunkte und Temperaturverläufe
mit Erfolg zum Einsatz
gebracht.
Die Biowein-Rebflächen machen mit rund 85 Hektar zwar nur einen
geringen Teil der steirischen Anbaugebiete aus, aber das Interesse
von Winzern, die auf den Bioweinbau umsteigen wollen, ist zurzeit deutlich im Zunehmen begriffen,
weiß Knaus zu berichten. Dabei werden Grenzen in mehr als einer Hinsicht überschritten, denn einige namhafte slowenische
Biowein-Produzenten haben sich unter dem Etikett „eko vino štajerska“ bereits mit ihren steirischen
Kollegen zusammengetan.
Josef Schiffer, Korso Juni 2008