Ein Ort mit Geschichte – seit 500 Jahren


Unterwegs in Litauen mit Farming for Nature


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Festliche Abendveranstaltung in der Urania Wien

In der sonnigen Südsteiermark sucht BIO-Weinbauer Otto Knaus während der schweißtreibenden Arbeit im Weingarten gern den kühlenden Schatten unter einem seiner Bäume auf. Für ihn auch ideale Orte, um innezuhalten und das bunte Leben in seinem Weingarten zu beobachten, denn für triste Weingartenmonotonie gibt es hier keinen Platz: Auf den blüten- und kräuterreichen Fahrgassen, die Otto nie auf einen Schlag und ausreichend spät mäht, sammeln Insekten eifrig Nektar. In den Bäumen trällern Singvögel ihr Lied, während eine Smaragdeidechse am Rand eines Gehölzstreifens ihr Sonnenbad genießt. Vor allem schlägt Ottos Herz für Ringelnatter, Schlingnatter & Co. Den Kaltblütlern bietet er in eigens angelegten Schlangennestern, schwarze Teichfolie in einem Holzrahmen fixiert, ein warmes Plätzchen für kalte Stunden.


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Hat die Gesellschaft eine Botschaft an die Landwirtschaft? Eine Frage, die die feierliche Abendveranstaltung am 18. November 2024 in der Wiener Urania einleitete. Ein Impulsvortrag von Katharina Kropshofer, Journalistin bei der Wiener Wochenzeitung Falter, sowie eine Wortmeldung von Timo Küntzle, Journalist und Autor, lieferten wertvolle Denkanstöße für jede Einzelne bzw. jeden Einzelnen von uns, was die Erwartungshaltung an und unsere Blickwinkel auf die Landwirtschaft betreffen. Erwartungen und Blickwinkel, die derart unterschiedlich und vielschichtig sind, dass sie es schwer machen, die eine Botschaft an die Landwirtschaft zu formulieren. Erwartungen und Blickwinkel, die es aber vor allem gilt, stets kritisch zu hinterfragen. Unweigerlich wachsen damit Respekt und Wertschätzung für Landwirte und Landwirtinnen, die es schaffen, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Genau jenen Landwirtinnen und Landwirten will das Projekt Farming For Nature eine Plattform bieten, wie es Johanna Frangež – die Projektkoordinatorin von Farming For Nature Österreich – kurz erläuterte. In einem mehrstufigen Auswahlprozess werden von einer Expert*innenjury Botschafter*innen für Biodiversität gekürt, die stellvertretend für jene Landwirte und Landwirtinnen stehen, die erfolgreich wirtschaften, obwohl oder gerade, weil sie der Natur ihren Raum geben.


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Foto Rene Hemerka

5 Bäuerinnen und Bauern, die sich für die Artenvielfalt auf ihren Betrieben einsetzen, wurden als Botschafterinnen und Botschafter für Biodiversität ausgezeichnet



Foto BML René Hemerka

Die Biodiversitätsbotschafterbäuerinnen und -bauern 2024, ausgezeichnet durch Minister Totschnig sind (v.l.n.r.): Jakob Mayer vom Biohof Mayer, Angelina Pucher vulgo Sturm Archehof, Armin Rauch vulgo Bio Berg Vielfalt, Alexander Steindl vulgo Naturhof Wieser, Otto Knaus vulgo Thomann vulgo Khobollnickh Huebn