Ein Ort mit Geschichte – seit 500 Jahren
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Ein visionärer Weg an der Grenze – seit 70 Jahren
Seit 70 Jahren steht die Südsteirische Weinstraße für gelebte Tradition, regionale Identität und grenzüberschreitende Verbundenheit.
Unter der verantwortungsvollen Führung von Obmann Robert Knaus als Obmann der Weg-Baugenossenschaft Südsteirische Weinstraße wurde mit visionärem Weitblick ein Weg geschaffen, der weit über den Wein hinaus Bedeutung erlangt hat – als kulturelles Erbe, als Brücke über Grenzen und als Zukunftsmodell für kommende Generationen.
Eröffnung der Südsteirischen Weinstrasse am 15.Oktober 1955
Robert Knaus erhielt am 15. Oktober 1955 vom damaligen Bürgermeister der Gemeinde Ratsch an der Weinstrasse Herrn Josef Weber, im Beisein von Landeshauptmann Josef Krainer die Anerkennungsurkunde zum Bau der Südsteirischen Weinstrasse "Abschnitt Rebenhof-Kästenburg" überreicht.
Goldenes Ehrenzeichen Land Steiermark
70 Jahre Südsteirischen Weinstraße 1955-2025
Fernsehinterview zum 50 jährigen Jubiläum der Südsteirischen Weinstraße 2005
Geschichte der Südsteirischen Weinstraße die heuer ihren 70. Geburtstag feiert.
Mit dem Bau der Südsteirischen Weinstraße 1950 bis 1955 setzten die Bewohner ein Zeichen für eine gemeinsamen Zukunft. Damals konnten sie nicht ahnen, welche Entwicklung dieses doch so armes Grenzland im Süden der Steiermark durch „Ihre Straße“ nehmen würde.
Einer der Visionäre war der Weinbauer Robert Knaus aus Sulztal. Er nahm die Verantwortung in die Hand und wurde als Obmann der Weg-Baugenossenschaft „ Südsteirische Weinstraße“ gewählt. Robert Knaus suchte den Kontakt zum Landeshauptmann Josef Krainer, der ermunterte Ihn ein Team zusammen zu stellen um dieses Projekt einer neuen Straße an der Grenze zu Jugoslawien in die Realität umzusetzen.
Robert Knaus wurde Obmann, Emmy Bullmann die Schriftführerin und der Bürgermeister von Ratsch Herrn Josef Weber übernahmen dieses Visionäre Projekt.
Zur Planung
Die Verhandlungen (im Reiterer Keller, natürlich mit Wein) über die Straßenführung entlang der Staatsgrenze erwies sich als sehr schwierig, denn die jugoslawischen Regierungsverantwortlichen wollten kurz nach dem Krieg als Sieger des Krieges keinen Grund und Boden für eine Straße abgeben. Nach einigen Verhandlungsrunden wurde doch ein Ergebnis erzielt. Einige bilaterale Abkommen wurden geschlossen, wie z.B. genehmigte Zufahrten über Österreich zu slowenischen Gehöften ( Müll, Post, Bäcker und private Fahren der Hausbewohner und deren Besucher).
Das nächste große Problem war die Beschaffung von Baumaterial zum befestigen der Weinstraße.
Es kam von einem Steinbruch auf der jugoslawischen Seite der heutigen Weinstraße. Mein Vater, ein Sprengmeister, besorgte dafür den Bezugsschein für Sprengstoff in Österreich bei der BH Leibnitz, mit diesem überquerte er unter Duldung der jugoslawischen Behörden, aber illegal die Staatsgrenze, und sprengte im Steinbruch. Ein drittel des Materials verblieb als Miete im Steinbruch der Rest wurde al Grundierung der Weinstrasse verwendet.
Einmal wurde er dennoch fast verhaftet, nicht in Jugoslawien oder an der Grenze, sondern in der BH in Leibnitz.
Wie kam es nun dazu? Mein Vater musste immer in die BH Leibnitz fahren um den Bezugsschein für den Sprengstoff zu bekommen. Nur ein kleiner Kreis war in der BH Leibnitz eingeweiht, der Bezirkshauptmann Dr. Franz Junger und dessen Sekretär. Eines Tages kam mein Vater wieder in die BH und ein neuer Sekretär Herr Heribert Kindermann saß im Vorzimmer des Bezirkshauptmanns, mein Vater brachte sein Anliegen vor mit der Bitte um Sprengstoff. Herr Kindermann fragte nach, WAS WOLLEN SIE? Mein Vater wiederholte sein Anliegen, er wolle Sprengstoff und mit diesem wolle er nach Jugoslawien fahren um dort zu sprengen. Herr Kindermann reichte diese Aussage um die Stadtpolizei anzurufen und um meinen Vater verhaften zu lassen. Vom Tumult bekam auch Herr Dr. Franz Junger Bezirkshauptmann von Leibnitz etwas mit und er betrat das Zimmer. Herr Kindermann beruhigte sich erst als der Bezirkshauptmann meinen Vater in Schutz nahm und mit ihm in sein Büro ging.
In Jugoslawien wurde die Südsteirische Weinstraße nie offiziell ins Grundbuch eingetragen, obwohl die Straße einigemale die Nationalität ändert.
Otto Knaus aus Sulztal/Gamlitz
Alle Fotos Otto Knaus
Das Fernsehinterview zum 50 jährigen Jubiläum 2005 von Robert Knaus
Die Presse am Sonntag vom 29.05.2015
Goldenes Ehrenzeichen Land Steiermark 2001
Landeshauptfrau Waltraud Klasnic überreichte 2001 Robert Knaus das goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark für die Verdienste zum Bau der Südsteirischen Weinstrasse 1955






